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Der Ätna ist mit 3.330m der höchste aktive Vulkan Europas. Der letzte Ausbruch des Ätnas fand im Jahre 2007 statt.
Es gibt zwei Zugangsstraßen zum Ätna (Ätna Süd und Ätna Nord). Für eine Besteigung des Ätna empfiehlt es sich, ein Quartier in der Nähe dieser Ätna-Zugangsstraßen (beispielsweise in Nicolosi) zu wählen, damit die Anfahrt minimiert werden kann. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass man zum Parkplatz kommt, die Wolken tief hängen und die Seilbahn nicht fährt, wodurch man den Aufstieg besser verschiebt. Für Vorplaner ist es daher gut, mehrere Tage für den Ätna einzuplanen, damit die Wahrscheinlichkeit für einen schönen Tag steigt.
Eine schöne Besteigung des Ätna kann man am Parkplatz des Ätna Süd starten (NAME, 1.900m). Von dort aus kann man entweder mit Seilbahn und Geländebus auf 2.900m befördert werden (PREIS?), oder man steigt zu Fuß auf. Der erste Teil des Aufstiegs erfolgt dabei unterhalb der Seilbahn und ist recht unspektakulär. Ab der Bergstation kann man sich rechts halten, um einen schönen Blick ins Vale de la Bove zu erhalten. Dorthin fließt regelmäßig die Lava des Ätna ab und bilden eine Landschaft mit bizarren Formen und Farben, die selbst von oben noch imposant ist. Der weitere Aufstieg erfolgt bis zum Parkplatz der Geländebusse am ehemaligen Refugio del etna, das im Jahre 2006 von Lava begraben wurde. Von dort aus kann man den Torre de la Philosophe besteigen – dies ist ein älterer Nebenkrater des Ätna. Die Wege bis hier sind teilweise steil, aber einfach – mit kleineren Pausen muss man etwa 3,5h dafür einplanen. Ab diesem Punkt wird laut den Schildern ein Guide empfohlen, man kann aber auch auf eigene Faust weiter aufsteigen, solange man auf den Wegen bleibt und die Schwefeldämpfe des Ätna nicht unterschätzt. Der weitere Aufstieg führt auf 3.200m zum Boca Nova, einem der neueren Krater des Ätna, aus dem recht viel Schwefeldampf aufsteigt. Bei der Umrundung dieses Kraters muss man daher darauf achten, dass der Wind den Schwefel von einem wegbläst. Bei wechselnden Windbedingungen ist eine Umrundung nicht empfehlenswert, da es einige Bereiche gibt, an denen man dem Dampf nur schlecht ausweichen kann. Bei guten Bedingungen ist eine Tour am Rande des Kraters aber sehr empfehlenswert! Diese führt dann zum eigentlichen Gipfelkrater des Ätna (3.300m). Aus diesem strömt fast kein Schwefeldampf, wodurch man die imposanten Ausmaße besser erfassen kann. Zum Abstieg bis zum ehemaligen Refugio nutzt man am besten den selben Weg wie beim Aufstieg. Von dort aus kann man perfekt über den Torre de la Philosophe durch die weiche Asche absteigen. Auch unterhalb der Seilbahn wird der beim Aufstieg teilweise beschwerliche Weg durch die Asche zum perfekten knieschonenden Abstieg. Insgesamt sollte man für die Tour 8-9h einplanen. Dies wird jedoch dadurch erschwert, dass zumindest im Herbst die Ätna-Seilbahn erst ab 9 Uhr fährt und dadurch auch die Parkplatz-Wächter, bei denen man das Parkplatz-Ticket lösen muss, erst ab 9 Uhr vor Ort sind.

Ätna-Bilder